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Spaltenfüllungen im Oberjura

 

von Roland Berka

 

 


Rund 28 Prozent der Landoberfläche in Baden-Württemberg besteht aus karstfähigen Gesteinen.

Petrografisch betrachtet sind das die geologischen Formationen Muschelkalk und Jura.

Auf den Hochflächen der Schwäbischen Alb sind überall Karsterscheinungen vorhanden. Spalten, Schächte, Höhlen, Dolinen, Mulden usw. sind leicht aufzufinden.

Im Laufe der Zeiten wurden sie ganz oder teilweise mit Sedimenten wieder verfüllt.

Lehm, Ton und Sand plombierten diese Eintifungen.

Hierzu gehört auch der sogenannte „Bohnerzlehm”, der an vielen Stellen im Raum Tuttlingen-Sigmaringen zur Eisengewinnung abgebaut wurde.

Besonders interessant sind aber diejenigen Spaltenfüllungen, die Überreste einer längst vergangenen Tierwelt beinhalten.

Leider trifft man heute im Gelände immer weider Stellen an, wo oft ohne ersichtlichen und vernünftigen Grund Stellen ausgeräumt wurden.

Der Aushub wird dabei wild durcheinandergeworfen.

Eine exakte zeitliche Zuordnung von Fossilien ist dadurch nur noch schwer oder gar nicht mehr möglich.

Ganz offensichtlich werden wichtige Fundstellen bei diesen Grabungen oft gar nicht als solche erkannt.

Hierzu wäre unbedingt mehr Wissen und Sensibilität erforderlich.

Roland Berka
Engen im Hegau,
24. Juli 2009

 

Höhlentauchgruppe Aachprojekt
Text: Roland B+, Bild: Alfred R+, Layout: Joachim K+,
Letzte Änderung: 10.08.2009