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Schwinde

 

Pläne

Sinterröhrchen

Bilder und ein
Tauchgangsbericht
vom 19.09.2004

Grund ausräumen

Literaturstellen

 

Kurz vor der Schwinde endet die nördliche Ufermauer.

Bei einer Quellschüttung von über 5 qm/sec schüttet die Schwinde.


Unter 4 m³/s fließt das Wasser in die Schwinde hinein.

In dem Bild ist sehr schön zu sehen, wie die Blätter durch die Strömung zur Schwinde gezogen werden. Auch das aufgewühlte Sediment zieht in die Schwinde.

 

Pläne


Weitere Pläne

 

Die Schwinde befindet sich etwa 15 Meter westlich der Hauptquelle, in einer Felsnische am Nordufer.

 

Die Schwinde ist auf etwa 7 m Länge befahrbar. Der Schnitt und das Profil zeigen die Schwinde.

 

Sinterröhrchen

Dieses Sinterröhrchen hat Bernd bei seinem Tauchgang am 13.02.2005 am Grund der Schwinde gefunden.

 

Grund ausräumen

Die Schwinde ist mit losem Material aufgefüllt. Im Sommer 2005 wurde begonnen das lose Material am Grund der Schwinde auszuräumen. Dabei wurden neben den Kalksteinen auch Ziegelreste, Getränkedosen, Äste und Holzstücke gefunden. Der Grund Schwinde muß somit früher tiefer gelegen haben. Da die Decke der Schwinde aus gewachsenem Fels besteht, ist anzunehmen, dass das Material von vorn in die Schwinde kam.

 

Literaturstellen

Folgende Literaturstellen befassen sich mit der Schwinde:

SCHAUFELBERGER P. (1929; 43, 80)

Auf Seite 43 schreibt Schaufelberger:
Die Quelle Nr. 2 liegt südwestlich, ebenfalls im verschwammten Massenkalk. Das Wasser tritt hier aus einer horizontalen Spalte. Bei niedrigem Wasserstand versiegt sie und soll dann zum Schluckloch werden.

BATSCHE H. (1970; 42 Fig. 14, 43 Fig. 15)

HÖTZL H. (1972; 368-369)

Hötzl schreibt u.a. zur Schwinde:
Die weiteren Untersuchungen des EW-Aach ergaben, daß diese Quelle bei einer Schüttung von weniger als 3 cbm/s zur Schwinde wird, wobei dann bei abnehmender Schüttung die Schluckfähigkeit zuzunehmen scheint. Dagegen tritt erst bei einem Abfluß von 5 cbm/s und mehr sichtbar Wasser aus. Bei starker Wasserführung dürfte die Schüttung auf über 2 cbm/s ansteigen.

KÄSS W. (1973; 111-115)

In diesem Artikel wird u.a. ein Färbeversuch in der Schwinde beschrieben. Auf Seite 115 ist zu lesen:
Selbst wenn man die Unzulänglichkeit der Schüttungsschätzungen und die Unvollkommenheit der Farbgangskurven berücksichtigt, kommt man nicht über die Tatsache hinweg, daß bei den beobachtbaren Nebenquellen nur ein Bruchteil der eingespeisten Farbmenge wieder austritt (rd. 7,7%).
    Man muß annehmen, daß durch den Aufstau der Aachquelle, der bei der Jägermühle etwa 2 m und beim Kraftwerk I etwa 5 m beträgt, bei Niedrigwasser ein erheblicher Teil der Schüttung der Aachquellspalte das Stauziel nicht erreicht, sondern einen seitlichen Abfluß sucht.

Zum Zeitpunkt der Färbung, am 31.10.1971 um 12:05 Uhr versickerten etwa 50 L/s. Die Nebenquellen Nr.3 (Am Sägeplatz), Nr.4 (Neben dem Schuppen), Nr.5 (Waller), Nr.13 (QT-01 am Ostufer) sowie 3 mal Nr.12 (Am Parkplatz) waren ohne sichtbare Schüttung.

Beprobt wurden die Nebenquellen: Nr.7 (Unter der Fußgängerbrücke), Nr.6a und 6b (Im Gitterbecken), Nr.8, Nr.9, Nr.10 (Alle drei im Sammelbecken), Nr.11a und Nr.11b (Im Kanaldamm), Nr.14 (Im Kraftwerk I), Nr.15, Nr.16, Nr.16a, Nr.17.

Die Nebenquellen Nr.11a und Nr.11b zeigten kein Uranin, alle anderen Nebenquellen hatten Uraninaustritte.

Die höchsten Uraninaustritte wurden in Nr.6a und Nr.6b nachgewiesen.

Etwas verzögert sprechen die Nebenquellen Nr.14 und Nr.15 an. Daraus kann geschlossen werden, dass die beiden Quellen etwas abseits liegen.

SCHETTER H. (1991)

Auf Seite 63 bis 68 beschreibt Harald S+ die Schwinde.

SCHREINER A. (1993; 46)

Seite 46:
... und die Felsspalte 10m westlich der Hauptquelle, die bei mehr als 5 m³/s Gesamtschüttung ausfließt, bei weniger als 3 m³/s jedoch zur Schwinde wird (HÖTZEL & HUBER 1972, S 309).
Bei der Literaturangabe müßte es Seite 368-369 heißen.

 

Höhlentauchgruppe Aachprojekt
Skizzen: Harald S+, Joachim K+, Bilder: Bernd H+, Joachim K+ und Text, Layout: Joachim K+
Letzte Änderung: 04.11.2009