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Ein eingebrochener Hohlraum im Klausentäle

 

von Roland Berka

 

Topografische Karte 1 : 25000 Blatt 8018 Tuttlingen
GPS-Koordinaten: Rechtswert 3481250 und Hochwert 5312820.

Die Einbruchstelle ist den Einwohnern von Möhringen an der Donau seit Generationen bekannt.

Der Ausgangspunkt zur Besichtigung ist der Parkplatz am westlichen Rand des Möhringer Friedhofes. Von dort ist der Weg in Richtung „Beerhalde” einzuschlagen, bis zu der Stelle, an der rechts des Weges erstmals der Wald beginnt. In diesem Fichtenwald befndet sich der mit einem Holzgatter eingezäunte, eingebrochene Hohlraum.

Dieser Einbruch ist der an der Beerhalde sichtbaren Immendinger Flexur um mehrere hundert Meter vorgelagert und befindet sich in den Oxfordkalken.

Die Tiefe des Einbruchs beträgt etwa 4 Meter. Mehrere Menschen hätten dort unten bequem nebeneinander Platz. Zum Ein~ und Ausstieg genügt ein kurzes Seilstück.

Ganz ähnlich ausgebildete Hohlräume wurden beim Bau des Donau-Umleitungsstollen angetroffen. Auch diese befinden sich in den Oxfordkalken und liegen räumlich gesehen sehr nahe beieinander.

Da sich in den geologischen Karten kein Eintrag befand, wurde die betreffende Stelle 1998 von mir Herrn Prof. Käss und Herrn Prof. Hötzel gemeldet. Auf Wunsch von Herrn Prof. Käss habe ich diesen Hohlraum und andere Karsterscheinungen einem seiner Diplomanten gezeigt. In der Diplomarbeit wurde dieser Hohlraum leider verwechselt und wird als „Einsturzdoline im Ameisental (lfd. Nr. 67)” aufgelistet. Dieser Hohlraum liegt jedoch wie bereits oben erwähnt im Klausentäle.

Roland Berka
Engen im Hegau,
Februar 2006

 

Höhlentauchgruppe Aachprojekt
Text: Roland B+, Layout: Joachim K+,
Letzte Änderung: 06.04.2006