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Dolinen und Kelten

 

von Roland Berka

 

Um es gleich vorwegzunehmen: Die folgende Abhandlung hat keinesfalls einen esoterischen Ursprung, sondern basiert auf einigen bekannten und unzweifelhaften Fakten.

Bei meinen diversen Begehungen der vielen von uns bekannten Dolinenfelder Mauenheim / Sauergras, der „Wasserfalldoline” südlich von Neuhausen sowie beim „Harreser Erdfall” und im Gewann „Tannenbrunnen” östlich von Neuhausen ob Eck fällt mir jeweils die unmittelbare Nähe von Grabhügeln der „Hallstattzeit” auf. In allen Fällen handelt es sich dabei um nur wenige 100m zu den tiefen Dolinen!

Es ist eine absolut naheliegende Vermutung, dass die Nähe zu diesen Schächten einen rituellen keltischen Kult zuzuordnen sind.

Bekanntermaßen haben die Kelten innerhalb der von ihnen errichteten und bis heute rätselhaften Viereckschanzen (im Kreis Tuttlingen sind davon etwa 20 bekannt) tiefe Schächte in die Erde gegraben und mit Opfergaben versehen.

Die keltische Religion war eine Naturreligion und beruhte auf Geisterglauben mit Feen und Dämonen. Auffällige Naturerscheinungen wie z.B. bizarre Felsformationen, uralte Bäume, Quellen, Gestirne, Nordlichter usw. wurden von den Druiden in Kulthandlungen einbezogen.

Unter diesem Aspekt ist die jeweilige und auffällige Nähe der Grabhügel zu den uns bekannten tiefen Schächten durchaus verständlich und erklärbar. (die Erstellung der aufwändigen Grabhügel wurde offenbar nur für sozial höherstehende Mitglieder der Gemeinschaft vorgenommen).

Sollten bei unseren Forschungen irgendwelche Keramikscherben, Knochen oder Metallteile gefunden werden, bitte ich um kurze Nachricht.

Noch ein interssanter Hinweis: In den Gewannen „Tannenbrunnen”, „Harreser” und „Wasserfalldoline” gibt es sehr viel gelben (schleifwürdigen) JASPIS (siehe auch: Was ist Jaspis?). Besonders schön sind die gelb-rot geflammten. Dieses Material war in der Steinzeit das Rohmaterial für die Herstellung von Messern, Schabern, Pfeilspitzen, usw.

Es handelt sich dabei um aus Meerwasser ausgefällte Kieselsäurekonkretionen des Oberjura.

Dieses Material zeigt uns auch die gleiche geologische Schicht der oben erwähnten Gewanne an.

Roland Berka
Engen im Hegau,
27. Oktober 2004

 

Höhlentauchgruppe Aachprojekt
Text: Roland B+, Layout: Joachim K+,
Letzte Änderung: 14.12.2004