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Dakosaurus

 

Krokodilzahn

Wirbelknochen

 

Die Krokodilart Dakosaurus maximus wurde von Plieninger 1846 zum ersten mal beschrieben. Der Dakosaurus gehört zur Subordnung Thalattosuchia, einer Gruppe von Meereskrokodilen, die ihre Extremitäten oft zu paddelähnlichen Gliedmaßen ausgebildet hatten. Sie waren somit ideal an das Leben im Meer angepasst. Der Dakosaurus war der größte bislang bekannte Räuber im Oberjura-Meer von Süddeutschland.

Von dem Dakosaurus wurden bisher in der Aachquelle ein Krokodilzahn und ein Wirbelknochen gefunden.

 

Krokodilzahn

Bei einem Tauchgang am 14.04.2002 fand Jens E+ im Hauptgang, zwischen der Abzweigung in den Übungsgang und dem Autobahnkreuz Hegau, etwa 60 m vom Eingang entfernt eine Versteinerung.

Bei dem Fund handelt es sich um einen Krokodilzahn.

 

 

Der Krokodilzahn entstammte den aufgelöstem Kalkstein des höheren Oberjuras. Solche Funde sind generell nicht häufig. Allerdings sind Zähne von Wirbeltieren bei der Verwitterung der Oberjura-Kalke recht stabil und somit finden sie sich oft in Spalten und Höhlen häufiger, ja in selten Fällen gar konzentriert. In den anstehenden Kalken sucht man meist vergeblich danach.

 

Wirbelknochen

Im Aachkanal, etwa 280 Meter vom Eingang entfernt, in 17 m Wassertiefe auf fast sedimentfreiem Grund fand Harald S+ diesen versteinerten Knochen. Dabei handelt es sich um einen Wirbelknochen.

 

Höhlentauchgruppe Aachprojekt
Bilder: Jens E+ (Krokodilzahn), Harald S+ (Wirbelknochen)
Text: Armin S+, Joachim K+ und Layout: Joachim K+
Letzte Änderung: 28.01.2006